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Wimmer-Wisgrill Eduard Josef / Hoffmann Josef

PRUNKVOLLER 24-FLAMMIGER LEUCHTER

Beleuchtung
Zum Künstler 1882 – Wien – 1961
Entwurf Eduard Josef Wimmer-Wisgrill, Josef Hoffmann, Wien um 1912
Ausführung Wiener Werkstätte
Maße H 221 cm, Ø 71,5 cm
Material Geschnitztes Buchen- und Eichenholz, teilweise Blatt- und Metallvergoldung, Glashalter aus vergoldetem Messing mit Perlstabdekor, geschliffene Originalglasbehänge in Blattform, guter Originalzustand, Vergoldung teilweise ergänzt, einige Glasbehänge fehlen
Provenienz Jerome und Margaret Stonborough-Wittgenstein
Literatur WW-Archiv, Museum für angewandte Kunst Wien, Entwurfszeichnung Inv. Nr. KI 13224-7
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Die in jüngster Zeit durchgeführte Forschung zeigt, dass Wimmer-Wisgrill und Hoffmann im Rahmen der Wiener Werkstätte sehr eng zusammengearbeitet, einige Entwürfe sogar zusammen durchgeführt haben. Offensichtlich hat Wimmer-Wisgrill auch einige Entwürfe für die Familie Wittgenstein gemacht. Der von uns gezeigte Leuchter ist sicher ein hervorragendes Beispiel dafür.

Vergleicht man die Entwurfszeichnung mit dem fertigen Leuchter, findet man allerdings einige Abweichungen:

  1. Der fertige Leuchter ist in seinem Erscheinungsbild viel kompakter. Der Pfeiler, an dem die Arme montiert wurden, ist viel kräftiger ausgeführt.
  2. Die Anzahl der Arme wurde auf 24 erhöht, also beinahe verdoppelt. Auch wurden diese viel kompakter ausgeführt.
  3. Die metallenen Glashalter sind in typischer WW-Manier ausgeführt (Perlstableisten) und waren ursprünglich matt vergoldet. Auch wurden diese in einer viel strengeren Form, als auf dem Entwurf zu sehen, gefertigt.

Es ist daher davon auszugehen, dass es noch einen weiteren Entwurf für den ausgeführten Leuchter gegeben hat oder aber der Leuchter seine endgültige Form erst bei der Ausführung erhalten hat. Sehr leicht möglich ist auch, dass Wimmer-Wisgrill und Hoffmann dabei zusammengearbeitet haben.

Die Bedeutung der Familie Wittgenstein als Förderer der bildenden und angewandten Kunst in Wien Anfang des 20. Jahrhunderts ist gut dokumentiert. Der künstlerisch begabte Paul Wittgenstein (1842–1928), Bruder des Industriellen Karl (1847–1913) und Onkel des berühmten Philosophen Ludwig (1889–1951), war begeisterter Mäzen der Wiener Werkstätte. 1905 richtete Hoffmann gemeinsam mit Koloman Moser die Wohnung der Familie Stonborough ein.

1906 beauftragte Wittgenstein Josef Hoffmann mit der Planung eines Hauses für seinen Sohn Hermann (1879–1953) und dessen Frau Lyda, geborene Fries (1879–1964), in der Salesianergasse 7 im dritten Wiener Gemeindebezirk.


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