Blauensteiner Leopold


Wien ,1880 - 1947 Maler u. Graphiker, Prof. h.c. Stud. nach dem Gymnasium in Melk, NÖ., 1898 – 1902 (unterbrochen durch einjährigen Militärdienst) an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei Gripenkerl und war Privatschüler von Alfred Roller, Anschluss an den Klimt – Kreis, Mitglied der Wiener Sezession (Austritt mit der Klimtgruppe), der Kunstschau 1908/09, des Hagenbundes 1911 – 20, dann des Künstlerhauses (1938 – 41 Präsident). 1916 – 30 lebte er auch in Melk a. d. Donau, Reisen nach Dalmatien, Deutschland und Italien. Im Zusammenklang von Farbe und Licht, vermittelt durch einen eigenartigen Farbauftrag (Ö l- Tempera), eine Art Pointillismus, wobei die reine Farbe mittels gespreizter Pinselborsten streichförmig übereinandergelegt wird, entsteht der Endruck eines kostbaren Gewebes; die dargestellten Dinge werden, umflutet von Licht, ihrer Härte entkleidet. Werke: Bemalte Fächer aus der Zeit um 1900 im Historischen Museum der Stadt Wien. Mit Farbholzschnitten war er im Ver Sacrum (Weidenbüsche im Schnee, 1903) und in der Ausstellung der Secession 1905 (Kähne, Parktor) vertreten. In dem unter der Präsidentschaft Gustav Klimts von Josef Hoffmann erbauten ehemaligen Gebäude der Kunstschau war er 1908 mit den Gemälden Bibliothek Stift Melk, Kirche Melk, Glashäuser im Stift und Parkpavillon, 1909 mit einem Bildnis seiner Gattin und einem Akt vertreten. Im Münchner Glaspalast zeigte er 1909 ein Kinderbildnis. Ein Pastell Waldinneres war 1911 im Hagenbund. In der Secession: 1918 Bildnis, Zeitungsleser, Winter im Walde, Winterabend; 1919 Der Bergsee, Die Wagnerei usw. Preise: 1927 Staatspreis; 1932 Staatspreismedaille, Goldmedaille des Künstlerhauses.