Zajicek Carl Wenzel


Landschafts- und Vedutenmaler

1860 - Wien - 1923

Er war der älteste Sohn von 24 Kindern des Hof - Uhrmachermeisters Franz Zajicek, dessen Lebenswerk die seinerzeit EK viel bestaunte astronomische Uhr für die Weltausstellung 1873 war. Ursprünglich für das Uhrmacherhandwerk bestimmt, nahm er bei Ludwig Krenn Unterricht in Architekturlehre und Malerei. Erst im Alter von 40 Jahren widmete ersich ganz der Malerei. Sein erster großer Auftrag war die Darstellung der Ferdinandsbrücke im Format von 50 x 70 cm. Später malte er die noch heute sehr beliebten kleinen Aquarelle in der Größe von etwa 15 x 20 cm. An Ort und Stelle machte er rasche Skizzen, die er zu Hause in sorgfältig gemalte Aquarelle umsetzte. Er malte vorwiegend Ansichten aus Wien und Umgebung, darunter den Chirstkindlmarkt am Hof, die Karlskirche, die Römische Ruine in Schönbrunn, die Mölker Bastei, Stift Melk, St. Michael, Schwallenbach, Schloß Schönbühel, Dürnstein und vieles andere mehr.

Lit.: H. Fuchs, Die Österreichischen Maler des 19. Jahrhunderts, Band IV, Wien 1988, S. 145