Likarz Maria


Przemyśl 1893 – 1971 Rom

Geboren am 28. 3. 1893 in Przemyl. 1908-1910 Besuch der Kunstschule für Frauen und Mädchen (O. Friedrich) und von 1911-1915 der Kunstgewebeschule ( A. v. Kenner, J. Hoffmann). 1916 oder 1917-1920 Lehrerin an der Handwerkerschule in Halle an der Saale )Burg Gribichenstein). Von 1912-1914 und von 1920-1931 Mitarbeiterin der WW, wo sie vor allem auf graphischem Gebiet tätig war: Postkarten, Inserate, Plakate, Packpapiere, Drucksorten, Papeterien, Tunkpapiere. Später verlegte sie sich auf Keramik und Emaille, um sich dann gänzlich der Mode zuzuwenden, wo sie neben Stoffen, Kleidern, Tülldecken, Spitzen und Perlarbeiten auch alle Arten von modischen Accessoires entwarf. Ein besonderer Erfolg waren die Mitte der zwanziger Jahre von Flammersheim & Steinmann in Köln für die WW ausgeführten Tapetenentwürfe. Eine Spezialität von Likarz waren die teils schablonierten, teils freihändig aufgetragenen Wandmalereien. (Verkaufsräume der WW in der Kärntnerstraße, Kaiserbar, Erholungsräume der Strickwaren- und Wollgarnfirma Bernhard Altmann, das von J. Hoffmann umgebaute Haus Pantzer. Ausstellungen: Modeausstellung 1915, Kunstschau 1920, Deutsche Gewerbeschau München, 1922, Ausstellung von Arbeiten des modernen österr. Kunsthandwerkes, 1923, Ausstellung christlicher Kunst 1925/26, Paris 1925, Den Haag 1927/28. Werkbundausstellung 1930. Ausstellungen des Künstlerhauses und der Wiener Frauenkunst. Mitglied des Österreichischen Werkbundes und der Wiener Frauenkunst. Am 30. November 1928 nach Italien abgemeldet. 1956 wurde sie zuletzt als Keramikerin in Rom genannt.