FRANZ HAGENAUER

Zum Künstler 1906 – Wien – 1986
Entwurf Franz Hagenauer, Wien 1977
Ausführung Werkstätte Hagenauer, Modell Nr. 1029
Gemarkt WHW im Kreis, HAGENAUER WIEN
Maße H 45 cm, B 26 cm, T 20 cm
Material Messing vernickelt, exzellenter Originalzustand
Provenienz amerikanischer Privatbesitz
Ausgestellt Künstlerhaus Wien, 1503. Mitgliederausstellung, Juni 2022 bis September 2022
Literatur Vgl. zeitgenössische Abbildung im Hagenauer Archiv, MAK Wien, Inv. Nr. HAF 1189

Zu den eindrucksvollsten und bekanntesten Werken von Professor Franz Hagenauer gehören die Darstellungen menschlicher Köpfe. Diese Skulpturen ziehen sich von der Mitte der 1920er Jahre bis zum Ende im Jahr 1986 durch das Schaffen dieses wichtigen Entwerfers. Eine kontinuierliche Entwicklung und Veränderung in seiner Arbeit ist dabei deutlich erkennbar. Von den anfänglich sichtbaren Parallelen zu zeitgenössischen Arbeiten von Amedeo Modigliani oder Constantin Brancusi entwickelt sich Franz Hagenauer spätestens ab Mitte der 1930er Jahre stilistisch komplett autark weiter. Er bleibt dabei immer seinem ganz persönlichen Stil, der ihn unter vielen Zeitgenossen so einzigartig erscheinen lässt, treu.

Mit Beginn seiner Arbeit als Professor für freies Gestalten an der Akademie der bildenden Künste in Wien, beflügelten neue Impulse aus seiner Lehrtätigkeit sein künstlerisches Schaffen. Seine anfangs noch vollplastischen figuralen Darstellungen wichen Ende der 1960er Jahre Entwürfen zu fast schon zweidimensionalen Köpfen, die in einer neuen Technik ausgeführt wurden: Als Basis dient eine vernickelte Messingplatte, auf die Rohre und andere Metallteile aufgelötet wurden. Durch die Verwendung von wenigen Materialien entstanden ganz eigene Kunstobjekte reduzierter Herstellung und intensiven Ausdrucks.

Wir danken Frau Dr. Maria-Luise Jesch, MAK Wien, Hagenauer Archiv, für den freundlichen Hinweis.

H54/22

 

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POLYGONALER KOPF ⋅ FRANZ HAGENAUER ⋅ Hagenauer Franz ⋅ Franz Hagenauer, Wien 1977

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